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Fruchtbare Veränderung braucht Vision und eine selbstorganisierte Organisation

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Ich teile gerne die Posts von Marcus Raitner, da sie genau das ausdrücken, was ich denke. Dieser Beitrag vom 27.11.2023 von ihm hat mich besonders angesprochen. Kategorie: Empfehlenswert und Lesenswert. Am besten mit einer Tasse Tee oder einem Glas Wein, auf jeden Fall in Ruhe. Worum gehte es im Kern? Fruchtbare Veränderung braucht Vision und Selbstorganisation

Ziel muss es sein, ausgerichtet auf eine große Vision, einen Rahmen zu schaffen, in dem ein geeignetes Organisationsmodell nach und nach aus der Zusammenarbeit von selbstorganisierten Teams entsteht.

Marcus Raitner im o.a. Artikel, 27.11.2023

Beginnen möchte ich mit einem Auszug aus seinem Text: “Wer seiner (agilen) Transformation diese Sackgasse ersparen will, tut als Führungskraft gut daran, die Rolle des Schachmeisters aufzugeben und mehr wie ein Gärtner zu agieren. Ziel muss es sein, ausgerichtet auf eine große Vision, einen Rahmen zu schaffen, in dem ein geeignetes Organisationsmodell nach und nach aus der Zusammenarbeit von selbstorganisierten Teams entsteht.”

Ja, ganz richtig. Achtung Sackgasse“

Scrum ist eher was wie industrieprozess-artiges Abarbeiten. So viel kreative Arbeit sieht man, meist aus dem selbsterzeugten Zeitdruck selten. Ob der Sprint 2 oder 4 Wochen geht, ist nicht das Thema.

Die relevante Frage ist: Haben die Mitarbeiter genügend Zeit, diese kreative Arbeit zu leisten? Ist Ihr Unternehmen, wie Marcus schreibt, soweit selbstorganisiert, dass dieses Ziel „kreative Entwicklung der Zukunft“ auch realisiert werden kann? Oder werden die Arbeiten durch immer neue Ideen der Vorgesetzten oder Silo- bzw. Hahnen-Kämpfe ständig torpediert oder ausgebremst? Darum: Fruchtbare Veränderung braucht Vision und Selbstorganisation

Daher mal ein paar Gedanken von mir – inspiriert von Marcus – dazu.

Das Modethema „Scrum“ kombiniert mit unzeitgemäßer Führung kann auch nach hinten losgehen.

Deshalb zuerst ein kleiner Themenwechsel.

Wie oft habe ich schon erlebt, dass meine Vorgesetzten am Montag (übrigens, heute 27.11.2023 ist wieder Montag 😉) von einer Reise oder einem Wochenendausflug zurückkamen und verkündeten: “Ich habe gesehen/gelesen/gehört, dass Firma xy das Thema xy so erfolgreich umsetzt. Das machen wir ab jetzt genauso.”

Fruchtbare Veränderung braucht Vision und Selbstorganisation

Meine Reaktion war: Passt das zu unserer Kultur? Oder passt das zu unserer Marke? Oder passt das überhaupt zu uns?

Es ist gefährlich, euphorischen Führungskräften zu widersprechen. Aber ich (und viele andere auch) waren es einfach leid zu sehen, wie eine Idee kurz angerissen und dann direkt wieder verworfen wurde, um einer neuen Idee Platz zu machen. Am nächsten Montag stand dann schon die nächste Idee im Raum, und so weiter. Es blieb nichts hängen.

Handel ist Wandel! – Doch Kontinuität sieht anders aus!

Jetzt waren wir kurz bei einem komplett anderen Thema. In anderen Worten: Das gleiche Phänomen (wie gerade geschrieben) passiert, wenn man die Scrum-Methode falsch anwendet.

Man setzt sich ein Ziel und dann geht es los mit Sprint 1, Sprint 2, Sprint 3 und so weiter. Doch während ein Sprint den nächsten Sprint „nahtlos“ und ohne Pause ablöst, kommen die Veränderungen im Unternehmen, in der Organisation, im Prozess – bei den Mitarbeitern und den Führungskräften – nicht an.

Es wird zur reinen industriellen Abarbeitung, anstatt zu dem kreativen, evolutionären Prozess, der ursprünglich vorgesehen war.

Fruchtbare Veränderung braucht Vision und Selbstorganisation – Zeit, Scrum neu zu denken

Die Grundfesten der Scrum-Methode werden immer gerne im Alltag verbogen: Zeit, diesem Wahnsinn, diesem stakkato-artigen “Scrummen”, ein Ende zu setzen. Die Mitarbeiter brauchen Zeit, um sich mit neuen Ideen, neuen Prozessen, Veränderungen auseinanderzusetzen, zu lernen und zu verinnerlichen.

Daher sollte es nach jedem Sprint eine Wartezeit geben. Und auch die dazugehörige Fragen: Welche neuen Aspekte übernimmt man in die Unternehmenskultur? Welche Führungsaufgaben verändern sich dadurch?

Das mag anstrengend sein, aber das andere – wie die beiden Aspekte oben beschrieben – ist pure Energieverschwendung. Dies führt eher zur Reaktanz bzw. einer Haltung nach dem Motto: Lieber Gott, lass bitte auch diesen Kelch spurlos an uns/mir vorrübergehen!

Es gibt kein Patentrezept oder “Schauen wir einfach, was andere erfolgreiche Unternehmen machen”.

Das oben Angesprochene erfordert harte, aber wichtige Führungsarbeit. Man muss am System arbeiten, nicht nur im System. Das lohnt sich. Dadurch treibt man nicht jede Woche Montag eine neue Idee, eine neue Sau durch das Unternehmen.

Fruchtbare Veränderung braucht Vision und Selbstorganisation – Fassen wir zusammen:

Dies alles erfordert eine Kommunikationsleistung, die im Unternehmen viral geht. Allerdings im positiven Sinne. Die Kolleg*innen werden davon angesteckt. Sie merken, dass sich etwas verändert. Die Veränderung wird von innen heraus vorangetrieben und durch den Rahmen der Führung begleitet.

Fazit:

Erst dann, und nur dann, wenn (hier zitiere ich Marcus erneut) die Richtung folgende ist: „Ziel muss es sein, ausgerichtet auf eine große Vision, einen Rahmen zu schaffen, in dem ein geeignetes Organisationsmodell nach und nach aus der Zusammenarbeit von selbstorganisierten Teams entsteht.“

Erst dann, sprechen wir von nachhaltigem, konsistentem und konsequentem Wandel.

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