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Kraftvoll die Unternehmens-Zukunft gestalten
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Kraftvoll die Unternehmens-Zukunft gestalten – Was hat das mit den St. Pauli Ultras zu tun?

Inhaltsverzeichnis

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Im Herbst jeden Jahres startet die Planungsphase für das kommende Jahr. Wie immer, soll es ein bisschen mehr sein. Jeder von uns kennt die Mutter aller Metzgerfragen: Darf es auch ein bisschen mehr sein? Na klar, die Shareholders oder Geldgeber wünschen sich das. Die Aufgabe war, ist und bleibt: Kraftvoll die Unternehmens-Zukunft gestalten.

Hinweis: Man muss nicht alles, was die Ultras machen, gut heißen oder unterstützen. Daher ist dies ein objektiver, wertungsfreier Blick auf die Besonderheiten.

Die Last wird immer größer

Doch inzwischen gibt es bei vielen Verantwortlichen eine ungewisse Unsicherheit darüber, wie man sich noch verbessern kann. Die vielen globalen Krisen wie Klimawandel, Energiefragen, Russland führt Krieg in der  Ukraine, Massaker und Geiselname in Israel. Und dann auch noch ChatGPT.

Das alles setzt uns stark unter Druck, fasst Joachim Pawlik in seiner Eröffnungs-Key-Note seines eigenen Kongresses zusammen. Es fühlt sich an, resümiert er, wie eine schwere Last, die wir tragen. Aber die Formel “mehr Energie reinstecken, mehr Ergebnisse zu erzielen” funktioniert nicht mehr.

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Wie können wir als Unternehmen bzw. die ganze Mannschaft wieder neue Energie – Kraft tanken?

Die große Frage lautet also: Wie können wir die Energie gewinnen bzw. zurückgewinnen, um Kraft zu tanken und die Zukunft zu gestalten? Denn, es ist kein gutes Gefühl, wenn uns “gefühlt” die Kraft fehlt.

Kraftvoll die Unternehmens-Zukunft gestalten oder Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Nach vielen Gesprächen und Recherchen wird deutlich, dass der Einzelne allein das nicht mehr bewältigen kann. Es bedarf einer anderen Aufgabenverteilung. Die erste Zwischenbilanz von ihm ist: Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Welche Gruppe könnte Vorbild sein?

Doch wie sollte eine Gruppe aussehen, die mehr Kraft tankt, als das sie verliert? Wer, so Pawlik, könnte ein Vorbild bzw. Beispiel sein, dieses Thema „Kraft tanken“ zu symbolisieren.

Wir, so J. Pawlik über sein Team, haben nach einer Gruppe gesucht, die nicht bezahlt wird und bei der man ein- und wieder austreten kann. Sie sollte eine repräsentative Größe haben, vergleichbar mit einem Unternehmen.

Nach einigen Stunden kamen wir auf eine naheliegende Gruppe. Die Ultra-Fans des FC-Sankt Pauli. Nahliegend, deshalb, weil Joachim Pawlik selbst dort viele Jahre als Vizepräsident dort aktiv war.

Es war somit interessant herauszufinden, warum Fans etwa 10 bis 20 Stunden pro Woche ohne Gegenleistung für ihren Verein investieren. Sogar noch die Fahrkarte und den Eintritt bezahlen. Das sind ca. 1.000 bis 2.000 Personen – durchaus vergleichbar mit einem mittelständischen Unternehmen.

Was sind Kernelemente der St. Pauli Ultras? z.B.

  • Unterstützung des Vereins und
  • Solidarität und Gemeinschaft

Im Verlauf seines Vortrags zeigt Pawlik, welche Momente bzw. Empathie zum Kraft tanken entsteht.

Dabei helfen so Slogans oder Aussagen wie: “Fasst Ihr einen an, fasst Ihr alle an.” Wenn einer nicht mitkommen darf, dann gehen auch alle anderen nicht.

Der Slogan „Glaube, Liebe, Hoffnung“ symbolisiert einen weiteren Aspekt: Die Fans kümmern sich auch um persönliche Probleme wie Geldsorgen oder laute Nachbarn. Oder, das erste Lied im Stadion ist denjenigen Fans gewidmet, die (z.B. weil sie Stadionverbot haben, keine Karte haben) nicht ins Stadion dürfen.

Gibt es eine Hierarchie bei den Ultras?

Es gibt keinen Chef oder keine Chefin. Diese Gruppe hat keine festgelegte Führungsstruktur. Jeder, der Verantwortung übernimmt, darf führen. Alle machen mit. Jede Idee wird diskutiert, denn eine abstruse Idee abzulehnen, birgt ein großes Risiko auf Shitstorm, erinnert sich Pawlik aus eigener Erfahrung.

Anderes Beispiel: Die Lounges im Stadion. Es durfte eine Lounge im Stadion nicht vermietet, weil die Ultras die ganze Woche an einem neuen Banner für das nächste Spiel arbeiteten. Alle Banner = Fahnen werden selbst gemacht, nichts wird gekauft. Auch das Essen wird von zuhause mitgenommen.

Wer es nicht fühlt, kann es nicht verstehen!

Vortrag J. Pawlik, auf dem 22. Pawlik Congress, 14.11.2023

Kraftvoll die Unternehmens-Zukunft gestalten

Der Slogan “Wer es nicht fühlt, kann es nicht verstehen” spiegelt das gemeinsame Feiern und Leiden wider. Erfolge werden zusammen gefeiert, Niederlagen gemeinsam getragen. Nach einem Auswärtsspiel in Sandhausen kamen etwa 200 Fans um 2 Uhr morgens an, um den Fan-Bus mit den Spielern zu begrüßen. Wecker stellen, aufstehen, Kraft tanken.

Kraftvoll die Unternehmens-Zukunft gestalten – Was bedeutet das nun für ein Unternehmen?

1. Hierarchie und Verantwortung neu denken.

2. Interne Machtkämpfe reduzieren.

3. Optimierung sollte nicht auf Kosten der Selbstwirksamkeit gehen.

4. Berücksichtigen, dass das Leben nicht vor der Tür haltmacht.

5. Gemeinschaftsgefühl aufbauen, um Kraft zu entfalten.

6. Den Umgang mit Gewinnen und Verlieren neugestalten.

Fazit zu Kraftvoll die Unternehmens-Zukunft gestalten:

Abschließend ist zu sagen, dass es Wege aus der Kraftlosigkeit gibt, die wir angehen müssen. Der Vortrag verdeutlicht, dass es einige Möglichkeiten gibt, dieser Ohnmacht entgegenzuwirken.

Nachtrag des Autors: Es ist so wichtig Ballast abwerfen.

Weniger Ballast bedeutet, Reduktion von Last bzw. weniger Kraftverlust. Das können sehr unterschiedliche Aspekte sein, wie

  1. Ausmisten von Kunden (–> Dabei hilft eine Kundenwert-Analyse)
  2. Verteilen von Führungsaufgaben (–> Soziokratie und Holokratie denken)
  3. Wo sind Zeitfresser, die Kraft fressen? Entledigen von liebgewonnen, aber unnötige Aufgaben (–> Mitarbeiter schlagen vor, was sie für unnötig halten -> Ballast abwerfen)

Viel Spaß beim Zuschauen. Joachim Pawliks Vorträge sind wie immer beides: Unterhaltsam und  inspirierend. Jetzt kommt es darauf an, was Sie daraus machen bzw. was Ihr draus macht.

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